Musik

Panzerfaust – Suns Of Perdition, Chapter II: Render Unto Eden

Dieses Jahr ist irgendwie eine sehr fruchtbare Zeit für guten Black Metal (ich wundere mich woher das kommt). Panzerfaust kommen, anders als der Name vermuten lässt, nicht aus Thüringen und brennen auch keine Kirchen in ihrer Freizeit ab. Aus Kanada kommt diese Bescherung düsterer Musik diesmal, klingt aber so trve wie es nur geht. Für Fans von Mgla, Gaeria und ähnlich atmosphärischer Black Metal Musik.

Ulver – Flowers of Evil

Die Nicht-Metal-Empfehlung dieses Monats kommt aus Norwegen. Ulver liefern sowieso immer hochwertiges Material ab, haben mit dem letzten Album The Assassination of Julius Caesar richtig viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nicht nur wegen des nahezu perfekten Songwritings, sondern auch wegen der ungewohnten Eingängigkeit. Wider zu erwarten wandelt Flowers of Evil auf den selben Pfaden. Zwar wurde hier das Ohrwurmpotenzial zurückgefahren, die Songs aber dafür nochmal ein Stück feiner durchkomponiert und mit dichterer Atmosphäre versetzt. Pflicht!

Fit For A King – The Path

Ein bisschen wie Parkway Drive bewegen sich Fit For A King langsam weg vom Hard-/Metalcore in Richtung eingängigere Gefilde. Zwar ist The Path kein Stadionrock, aber eine direkte Weiterführung des Konzepts, das die Band schon bei Dark Skies verfolgt hat: Mehr Midtempo, mehr eingängige Refrains und leider aber auch weniger Härte und weniger Experimente. The Path ist ein gutes Album, aber auch nicht mehr.

All Them Witches – Nothing as the Ideal

Schon lange kein Stoner Rock mehr gehört. Wem es genauso geht, kann sich jetzt über eine gute Gelegenheit freuen, das mal wieder zu tun. Nothing as the Ideal ist ein richtig fettes Album geworden. Gutes abwechslungsreiches Songwriting, fettes Riffs und ein Sänger, der mal nicht nach ner verschnupften Tröte klingt. Heiße Empfehlung!

The Ocean – Phanerozoic II: Mesozoic

Ich habe mit dem Schreiben dieses Artikels auf den Releasetag dieses Albums gewartet und es hat sich gelohnt. The Ocean haben seit geraumer Zeit das Problem, dass sie zu gut sind. Sie haben ihren Stil gefunden, verfeinert und mit dem Album Pelagial de facto perfektioniert. Da wir in einer übersättigten Zeit leben, muss natürlich alles immer besser und frischer sein als bisher, was die Band mit Phanerozoic I: Palaezoic natürlich nicht bieten konnte. Tatsächlich empfand ich das Album sogar als ein bisschen zu monoton. Um aus der kreativen Falle zu entkommen, haben The Ocean auf dem zweiten Teil ihrer neuen Konzeptalbumreihe sich dazu entschieden, etwas mehr Abwechslung, Tempowechsel und Gastmusiker einzubauen. Und ich muss sagen, es funktioniert! Ein ausführliches Review sprengt diesen Artikel, deshalb mein Fazit: Geil!

Deftones – Ohms

Deftones ist auch so eine Band, die man in den letzten Jahren wahrscheinlich vergessen hat. Tatsächlich ist das durchwachsene Gore schon wieder 4 Jahre her. 2020 ist aber ein gutes Jahr um alte Musik wieder auszugraben und auch den Deftones wieder Aufmerksamkeit zu widmen. Ohms ist zäh, schleppend, schwermütig und gleichzeitig eingängig, sauber produziert, dynamisch und antreibend. Ich hatte die Band eigentlich schon wieder abgeschrieben, aber dieses Album macht tatsächlich mal wieder Lust auf mehr. Dickes Ding!

Serie

The Mandalorian

Seit Die Rückkehr der Jedi-Ritter und dem Auftritt von Boba Fett sind halbwegs erwachsene Star Wars Fans begeistert von den Mandalorianern und deren Geschichte. 37 Jahre später, nachdem wir alle die Hoffnung aufgegeben haben (insbesondere nachdem Disney das Franchise gekauft hat), dann die Überraschung: Wir bekommen endlich Mandalorianer-Material als Bewegtbild, eine ganze Serie sogar! Und so sehr ich verabscheue, was Disney aus Star Wars und Marvel gemacht hat… Ich war von The Mandalorian mehr als nur positiv überrascht. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass es sich dabei um das beste Star-Wars-Material seit 1983 handelt. The Mandalorian betritt erzählerisch dabei kein Neuland und ist stellenweise sogar ziemlich einfallslos. Dafür entschädigen die tollen Kulissen und Kostüme, ausgeprägte Liebe fürs Detail und die gelungenen Spezialeffekte, die nicht nur aus dem Computer stammen (und gerade deshalb so überzeugend wirken). Auch wenn diese Serie nicht alle Hoffnungen erfüllen kann, befriedigt sie dennoch meine Nostalgie, weshalb ich sie bedenkenlos empfehle.

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